• Flinfactory Update: Dienstag, März 19, 2019

Hat Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt?

Adolf Hitler hat nicht nur den Zweiten Weltkrieg überlebt, er hat sich auch noch einige Jahre an einem geheimen Ort in Argentinien versteckt. Zu diesem spektakulären Schluss kommt eine neue Dokumentation, die im Auftrag des History Channel entstand.

How Hitler may have looked in his Argentina bolthole

„Nach unserer Überzeugung muss die Geschichte umgeschrieben werden“, sagt US-Spezialagent Tim Kennedy in einem Gespräch. Der Mann, der Osama Bin Laden jagte, ging zusammen mit Bob Baer, einem langjährigen CIA-Agenten, auf Spurensuche nach Adolf Hitler. Für „Hunting Hitler“ konnten die beiden Ermittler aus einem ganz neuen Fundus schöpfen. Die amerikanische Regierung hatte 2014 rund 700 Seiten geheimer Dokumente über die Suche nach Hitler nach dem Zweiten Weltkrieg freigegeben.

On April 21, 1945 eight planes were apparently loaded with the Führer’s personal effects

Daraus geht hervor, dass sowohl J. Edgar Hoover als auch der russische Diktator Stalin vom Überleben Hitlers überzeugt waren, was durch viele Beobachtungen weltweit gestützt wurde. So hatten zwei FBI-Quellen unabhängig voneinander Hitler zwei Jahre nach Kriegsende 450 Meilen nordwestlich von Buenos Aires in Argentinien gesichtet. In der Stadt Charata stießen die beiden Agenten auf deutliche Hinweise für eine deutsche Besiedlung. Ein lokaler Autor hatte über die Spuren der Nazis ein Buch verfasst, fürchtete aber noch jetzt den Ermittlern die Adresse einer deutschen Farm zu nennen, unter der ein verzweigtes Bunkersystem mit Bannern und Waffen sei. Ein Eingang wurde, nachdem sich die beiden angemeldet hatten, zwei Tage vor der Besichtigung mit fünf Tonnen Steinbrockenbedeckt. Dennoch kamen die beiden so weit voran, dass sie den Ort, an dem Hitler „noch zehn bis 15 Jahre nach dem Krieg lebte“, einkreisen konnten. Ein Haus verborgen vor den Blicken der Öffentlichkeit in Misiones in der Tri-Border-Region.

This grainy picture claims to show Hitler alive in south America in the 1970s

„Wir fanden sogar das Magenmittel, das Hitler immer nahm, in genau seiner Dosierung“, verrät Bob Baer und betont die Seriosität seiner Nachforschung. „Ich mag keine Verschwörungstheorien. Jeder, der sich in ihre Nähe begibt, wird Schaden nehmen. Aber hier haben wir es mit handfesten Tatsachen zu tun. Wir haben uns der Sache angenommen wie ein Versicherungskonzern, der prüft ob die Auszahlung fällig ist. Und dann haben wir geprüft, ob Hitler hätte aus Berlin fliehen können. Und die Antwort ist: ja.“

Debris inside Adolf Hitler's command bunker

Zusammen mit dem Berliner Unterwelthistoriker Sascha Keil kletterte Tim Kennedy durch das alte Tunnelsystem, das die Nazis unter dem Flughafen Tempelhof angelegt hatten, wo speziell präparierte Flugzeuge hohen Nazi-Funktionären zur Flucht verhalfen. Bislang hatte man nicht gewusst, wie Hitler die letzten Meter vom U-Bahnschachtende zu dem Tunnelsystem Tempelhof hätte gelangen können. Nun fand Kennedy den fehlenden unterirdischen Gang unter dem Platz der Luftbrücke mit Hilfe eines Geräts, das er auch schon bei der Jagd nach Bin Laden in Afghanistan eingesetzt hatte. Für ihn stehe fest, dass Hitler über Spanien nach Argentinien kam. Ob er das letzte Stück mit einem Flugzeug oder noch wahrscheinlicher mit dem U-Boot zurücklegte, sei noch nicht klar. Noch arbeiten die beiden Agenten mit Indizien. Tim Kennedy appelliert aber an die argentinischen Behörden: „Es wird Zeit, dass die staatlichen Stellen in Argentinien endlich ihre geheimen Archive öffnen. Sie haben unsere Arbeit bisher massiv behindert.“

Copyright: Jörg Seewald

Schlagwörter: ,